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24. Dezember 2015

Zitate, Plagiate, Urheberrecht, Rechtsfolgen und Schöpfungshöhe

Schon mal einen Text aus Twitter kopiert? 


Das kann teuer werden!


Aktivitäten im Social Media, in den sozialen Medien, sind mit Vorsicht zu genießen.
Ein bizarres Beispiel: François Villon, ein Dichter, der vor über 600 Jahren gelebt hat und überall Hausverbot hatte. Dagegen ist Eminem nur ein Tropfen im Ozean.

Hausverbot warum? Weil Villon seine Worte, über  seine Sichtweise der Gesellschaft, ohne Filter der Öffentlichkeit Preis gegeben hatte. Wem gehören die Rechte eines Mannes, der vor 600 Jahren gelebt hat? Den Erben. Macht sie ausfindig!
Aber selbst dann hätten seine Erben (er hatte keine!) mit einem Notar, mit beglaubigten Gutachten, alles schriftlich vererben, niederlegen müssen und das beweisende Dokument müsste jemand heute aus dem "Hut zaubern".

Genau diese diffuse und nebulöse Auslegung der Urheberrechte veranlassen gierige, unmoralische Anwälte lukrative Abmahnwellen auszulösen.

Aaron H. Swartz, der Programmierer und Hacktivist, hat das sogar mit seinem Leben bezahlt. Er hat sich mit seinem Guerilla Open-Access Manifest, für den freien Zugang zu Inhalten des Internet einsetzte.

Aaron war ein junger Sohn des Internets, ein Pionier für die uneingeschränkte Teilung des Wissens. Leider, mit 25 Jahren, viel zu früh gestorben. Er hatte am 11. Januar 2013 Selbstmord verübt. Die alte Welt hat ihn getötet.
Eine feige, junge Staatsanwältin der USA hatte ihn, mit fadenscheinigen Gesetzen, angeklagt und wollte an ihm ein Exempel statuieren, damit sie selbst Karriere macht.
Aaron Swartz hatte wissenschaftliche Artikel von einem Zeitschriftenarchiv heruntergeladen und veröffentlicht. Durch sein Opfer, sollten humanistische Internetaktivisten abgeschreckt werden. Er ertrug die Last, seiner angeblichen Schuld, die Ungerechtigkeit, nicht mehr.

Jonas kamen fragende Gedanken in den Sinn.
Copyright und Urheberrecht schützen oder nicht? Menschen schaffen etwas und sollen es allen kostenlos zur Verfügung stellen? Warum passiert das nicht? Weil es ein Ego in uns gibt, dass uns sagt, ich habe gearbeitet, etwas geschaffen und will dafür bezahlt werden. Wo kämen wir hin, wen es für Arbeit keine Vergütung geben würde? Quid pro quo!
Dieses für Das. Es ist ein Rechtsgrundsatz und ökonomisches Prinzip. Eine Hand wäscht die andere. Ich gebe damit Du nimmst und umgekehrt. War Aaron zu naiv? Noch nicht erwachsen? Oder war er seiner Zeit weit voraus? Plagiate sind Plattitüden in Plastiktüten, summierte er in seinen Gedanken.